Fr
30
Okt
2009
Nach der Einführung von Zahlen und Umlauten will die ICANN die nächste Stufe der Registrierungsmöglichkeit eröffnen. Domains mit .de Endungen sollen ca. 2010 auch mit nicht lateinischen, also zum Beipiel chinesischen, koreanischen, kyrillischen oder arabischen Schriftzeichen möglich werden.
Bislang werden Domain-Namen vom ASCII (American Standard Code for Information Interchange) mittels der Nameserver auf machinenlesbare IP-Adressen "übersetzt". Der ASCII-Code enthält 256 Zeichen. Mit der Umsetzung der auslndischen Schriftzeichen wird eine "doppelte Übersetzung" notwendig, zum Beispiel vom chinesischen in ASCII-Code und dann in eine IP-Adresse.
Die Einführung von chinesischen, kyrillischen, arabischen oder griechischen Domain-Namen sei "eine fantastisch komplizierte technische Angelegenheit", so Peter Dengate Thrush, Vorsitzender des ICANN-Verwaltungsrats. "Das ist die größte technische Änderung für das Internet seit seiner Erfindung vor 40 Jahren".
Die Übersetzung der Domains erfolgt über den universalen Schriftsatz Unicode, in dem alle Schriftzeichen dieser Welt enthalten sind weiter in ASCII und dann weiter in IP-Adressen.
Der neue ICANN-Präsident Rod Beckstrom meinte, das Verfahren zur Genehmigung nichtlateinischer Domainnamen könnte sofort nach der Entscheidung von ICANN eingeleitet werden. Irgendwann Mitte 2010 könnten die ersten Adressen dann freigeschaltet werden.
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